Burg Waischenfeld
Die Fränkische Schweiz ist berühmt für ihre Burgen, Höhlen, Mühlen, Kletterfelsen und Brauereien. Nirgendwo anders in Deutschland liegen ca. 170 Burgen so dicht zusammen wie dort. Die Burg Waischenfeld ist eine mittelalterliche Anlage - ihr Wehrturm, der "Steinerne Beutel", ist das Wahrzeichen der kleinen fränkischen Stadt Waischenfeld im Herzen der beeindruckenden Naturlandschaft.
Das freiadelige Geschlecht, das die Burg über dem Tal der Wiesent gründete, taucht im Jahr 1075 mit Wirint von Waischenfeld erstmals auf. Bald nach 1112 scheint dieser, um eine Zerstörung seiner Burg zu vermeiden, einen Vertrag mit dem Bamberger Kloster Michelsberg, abgeschlossen zu haben, nach dem seine Waischenfelder Besitzungen an das Kloster übergehen sollten, falls sein Sohn erbenlos sterben würde. Wirints Sohn machte die Vereinbarung rückgängig und so konnten nach dem Tod des letzten Waischenfelders im Jahr 1216 die Schlüsselberger den Besitz übernehmen, deren Stammburg südlich von Waischenfeld lag. Sie erwarben im 13. / 14. Jahrhundert nicht nur umfangreiche Ländereien bis hinein in den Spessart, sondern stiegen zumal unter Konrad III., auch zu einem der einflussreichsten Geschlechter im Osten Frankens auf.
1347 fand Konrad III., von einer Bliden-Kugel getroffen, beim Kampf um seine Burg Neideck den Tod. Waischenfeld ging in den Besitz des Hochstifts Bamberg über und wurde Sitz des bambergischen Amtsmanns.
Von der mittelalterlichen Ortsbefestigung, mit deren Bau man sicher schon bald nach der von Konrad III. von Schlüsselberg im Jahr 1315 erwirkten Stadterhebung Waischenfelds begonnen hatte, blieb kaum etwas zurück.
Auch die einst ungewöhnlich umfangreiche Burganlage, die mit Unter- und Oberburg und einer ganzen Reihe von kleinen Nebenburgen die ganze Dolomitkuppe westlich der Wiesent in ihr Wehrsystem einbezog, steht nur noch in Resten.
Das „Alte Haus“ der Oberburg, das wahrscheinlich schon zur Zeit der Burgengründung entstand, hat man 1874/75 abgetragen und an der Stelle der Unterburg und zweier kleiner Nebenburgen befindet sich heute der kleine Platz mit der Pfarrkirche. Verhältnismäßig gut erhalten ist dagegen der lange Zeit als Oberamtsschloss dienende Teil der Oberburg, ein langgestreckter Walmdachbau aus der Zeit von 1518/19 bzw. 1754/1756 und ihre mächtige, turmverstärkte Umfassungsmauer. Gut erhalten und zum Wahrzeichen Waischenfelds geworden ist auch der „Steinerne Beutel“ jener runde „scheybelechtene“ Turm, der neben geringen Mauerresten von der wohl schon in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Nebenburg im Besitz der 1580 ausgestorbene Rüssenbacher zurückblieb.
Das freiadelige Geschlecht, das die Burg über dem Tal der Wiesent gründete, taucht im Jahr 1075 mit Wirint von Waischenfeld erstmals auf. Bald nach 1112 scheint dieser, um eine Zerstörung seiner Burg zu vermeiden, einen Vertrag mit dem Bamberger Kloster Michelsberg, abgeschlossen zu haben, nach dem seine Waischenfelder Besitzungen an das Kloster übergehen sollten, falls sein Sohn erbenlos sterben würde. Wirints Sohn machte die Vereinbarung rückgängig und so konnten nach dem Tod des letzten Waischenfelders im Jahr 1216 die Schlüsselberger den Besitz übernehmen, deren Stammburg südlich von Waischenfeld lag. Sie erwarben im 13. / 14. Jahrhundert nicht nur umfangreiche Ländereien bis hinein in den Spessart, sondern stiegen zumal unter Konrad III., auch zu einem der einflussreichsten Geschlechter im Osten Frankens auf.
1347 fand Konrad III., von einer Bliden-Kugel getroffen, beim Kampf um seine Burg Neideck den Tod. Waischenfeld ging in den Besitz des Hochstifts Bamberg über und wurde Sitz des bambergischen Amtsmanns.
Von der mittelalterlichen Ortsbefestigung, mit deren Bau man sicher schon bald nach der von Konrad III. von Schlüsselberg im Jahr 1315 erwirkten Stadterhebung Waischenfelds begonnen hatte, blieb kaum etwas zurück.
Auch die einst ungewöhnlich umfangreiche Burganlage, die mit Unter- und Oberburg und einer ganzen Reihe von kleinen Nebenburgen die ganze Dolomitkuppe westlich der Wiesent in ihr Wehrsystem einbezog, steht nur noch in Resten.
Das „Alte Haus“ der Oberburg, das wahrscheinlich schon zur Zeit der Burgengründung entstand, hat man 1874/75 abgetragen und an der Stelle der Unterburg und zweier kleiner Nebenburgen befindet sich heute der kleine Platz mit der Pfarrkirche. Verhältnismäßig gut erhalten ist dagegen der lange Zeit als Oberamtsschloss dienende Teil der Oberburg, ein langgestreckter Walmdachbau aus der Zeit von 1518/19 bzw. 1754/1756 und ihre mächtige, turmverstärkte Umfassungsmauer. Gut erhalten und zum Wahrzeichen Waischenfelds geworden ist auch der „Steinerne Beutel“ jener runde „scheybelechtene“ Turm, der neben geringen Mauerresten von der wohl schon in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Nebenburg im Besitz der 1580 ausgestorbene Rüssenbacher zurückblieb.