Waischenfeld und Umgebung
Waischenfeld liegt im Zentrum der Fränkischen Schweiz im oberen Wiesenttal. Immer wieder durchbrechen bizarre Felsformationen die steilen, waldbewachsenen Hänge. Neben der Burganlage sind vor allem die vielen alten Fachwerkbauten und Scheunen sehr sehenswert. Viele alte Gebäude sind noch original erhalten. Die mit einem der größten Wasserräder der Fränkischen Schweiz betriebene Stadtmühle ist nach wie vor in Betrieb und beliefert die regionalen Bäckereien.
Aber auch die direkte Umgebung Waischenfelds hat einiges zu bieten: Hoch über der Rabenecker Mühle im Wiesenttal zwischen Waischenfeld und Doos türmen sich auf wild zerklüfteten Dolomitfelsen die Mauern der Burg Rabeneck empor. Besonders kühn zeigt sich die Schlosskapelle auf überhängender Felszunge. Vermutlich wurde das Felsennest als Tochterburg von Rabenstein aus erbaut. Beide Burgen haben den Raben - das Wappentier des Geschlechts - als Bestimmungswort und liegen nur drei Kilometer voneinander entfernt.Es gibt einige Naturdenkmäler zu entdecken, so z.B. die Versturzhöhle Riesenburg bei Doos, die Ludwigshöhle im Ailsbachtal oder die 400-jährige "Russenlinde" bei Breitenlesau.
Die Fränkische Schweiz ist ein typisches Karstgebiet mit säurelöslichen Gesteinen wie Kalk und Dolomit. Durch Eindringen von Kohlensäure in Kalkgesteinklüften bildeten sich über 1000 kleine und große Höhlen. Die Sophienhöhle bei Burg Rabenstein gilt als die älteste urkundlich erwähnte Höhle der Frankenalb.
Der Vorraum der Höhle wurde bereits von prähistorischen Menschen aufgesucht. Die Entdeckung weiterer Räume mit großen Tropfsteinen im Jahre 1833 bescherte ihr Berühmtheit. Da sie sofort nach ihrer Entdeckung verschlossen wurde und der Ausbau zur Schauhöhle sehr behutsam erfolgte, hat sie bis
in die heutige Zeit ihren ursprünglichen Reiz bewahrt. Die Sophienhöhle gilt als eine der schönsten Höhlen Deutschlands.